Nicklas Nietzschmann erhält für seine Masterarbeit den Johann-Andreas-Schubert-Preis der sächsischen Metall- und Elektroindustrie.
Nicklas Nietzschmann, Absolvent des Masterstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen Maschinenbau, wurde für seine herausragende Masterarbeit „Entwicklung einer hartphasenverstärkten Eisen-Basis-Legierung“ mit dem Johann-Andreas-Schubert Preis 2026 in der Kategorie Werkstoffwissenschaft/Werkstofftechnologie ausgezeichnet.
Überreicht wurde der Johann-Andreas-Schubert Preis bei einer Festveranstaltung des Berufsverbandes der sächsischen Metall- und Elektroindustrie SACHSENMETALL am 21.09.2026 im Talent Campus des BMW Group Werk Leipzig.
Matthias Matz (Hauptgeschäftsführer von SACHSENMETALL), Anja Ziese (Geschäftsführerin der Johann-Andreas-Schubert Stiftung), der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer und Dr. Jörg Brückner (Arbeitgeberpräsident Vereinigung der Sächsischen Wirtschaft) würdigten an dem Tag herausragende Master- und Diplomarbeiten sowie Dissertationen sächsischer Hochschulen mit dem Johann-Andreas-Schubert-Preis und zeichneten darüber hinaus die besten Auszubildenden, dualen Studienabsolventinnen und -absolventen sowie Ausbildungsbetriebe der sächsischen Metall- und Elektroindustrie aus.


Die prämierte Masterarbeit „Entwicklung einer hartphasenverstärkten Eisen-Basis-Legierung“
HTWK-Absolvent M.Sc. Nicklas Nietzschmann untersuchte in seiner Masterarbeit die Anwendbarkeit des Hochtemperatur-Nitrocarburierens zur Entwicklung einer hartphasenverstärkten Eisen-Basis-Legierung. Dadurch soll ein wirtschaftliches Alternativkonzept zu WC-Co-Hartmetallen entwickelt werden, da diese auf kritischen Rohstoffen basieren, welche unter zum Teil prekären Bedingungen abgebaut werden.
Die fachliche Betreuung der Masterarbeit erfolgte durch Dipl.-Ing. Lukas Hanisch und Prof. Dr.-Ing. Paul Rosemann (Professur Werkstofftechnik) von der Fakultät Ingenieurwissenschaften der HTWK Leipzig und ist thematisch in das Forschungsprojekt IRONHEART eingebettet.
Durch thermochemische Wärmebehandlungen konnte ein extremer Härteanstieg von 175 HV auf 900 HV bei einem nichtrostenden Stahl erzielt werden, was mehr als 500 % der Ausgangshärte entspricht und großes Anwendungspotenzial für die Bauteilerprobung zeigt. Ursache des Härteanstieges ist der hohe Hartphasenanteil, der in den werkstofftechnischen Laboren der HTWK durch thermochemische Wärmebehandlungen erzeugt und durch licht- und rasterelektronenmikroskopische Gefügeanalysen nachgewiesen wurde.
Die Ergebnisse der Masterarbeit tragen wesentlich zum Gelingen des Forschungsprojekts IRONHEART bei, dass derzeit als kooperatives Promotionsprojekt im Rahmen vom Bund-Länder-Programm FH-Personal im Teilprojekt Pro.Motion gefördert und an der HTWK Leipzig bearbeitet wird. Die zahlreichen und publikationsfähigen Ergebnisse der Masterarbeit werden in den nächsten Monaten in einer referierten Fachzeitschrift veröffentlicht.
Förderpreis der sächsischen Metall- und Elektroindustrie
Zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses prämiert der Unternehmensverband der sächsischen Metall- und Elektroindustrie SACHSENMETALL in Zusammenarbeit mit der Johann-Andreas-Schubert Stiftung herausragende wissenschaftliche Arbeiten mit besonderer Praxisrelevanz mit dem Johann-Andreas-Schubert-Preis. Der Preis wurde am 21. September 2026 bereits zum 19. Mal für die besten Masterarbeiten, Diplomarbeiten und Dissertationen der Fachbereiche Elektrotechnik, Maschinenbau/Verfahrens- und Energietechnik sowie Werkstoffwissenschaft/Werkstofftechnologie ausgelobt.