Innovative Lösungen für die Bauwelt: Bauindustrieverband Ost prämiert Abschlussarbeiten
Auch in diesem Jahr hat der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) vier herausragende Abschlussarbeiten aus den Bereichen Bauingenieurwesen und Architektur mit dem Preis der Ostdeutschen Bauindustrie ausgezeichnet - darunter eine Gemeinschaftsarbeit der beiden Architektur-Masterabsolventen der HTWK Leipzig Alexander Ostrovskis und Leo Dinkelacker.
Sie erhielten für ihre Arbeit über ein Transformationskonzept zur Nachnutzung der sächsischen Spinnmühlen den Hauptpreis im Bereich Architektur.
Die beiden legten am Beispiel “Venusberg II" der Gemeinde Drebach im Erzgebirgskreis dar, wie alte Fabrikensemble zum Indoor-Farming verwendet werden können. Das Konzept lässt sich auf viele frühere Industrieregionen übertragen, deren Fabrikgebäude heute ohne Nutzen verkommen.
OStrovskis und Dinkelacker waren für die Arbeit bereits im Mai mit dem Preis des HTWK-Fördervereins ausgezeichnet worden.
BIVO-Präsident Jörg Muschol: „Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, dass die Zukunft des Bauens nicht erst morgen beginnt, sondern bereits heute an unseren Hochschulen entwickelt wird. Ob ressourcenschonender Straßenbau, innovative Tragwerkslösungen, die Umnutzung ehemaliger Industriestandorte oder die Neugestaltung urbaner Räume – die Preisträgerinnen und Preisträger liefern konkrete Antworten auf die Herausforderungen unserer Zeit. Für die Bauwirtschaft in Ostdeutschland sind solche Ideen und die Menschen dahinter unverzichtbar.
Im Bereich Bauingenieurwesen ging der Hauptpreis an Tanja Stoll (TU Dresden).
Sie untersuchte die Lagerungsfähigkeit temperaturabgesenkter Asphalte, indem sie den Einfluss unterschiedlicher Lagerungszeiten auf die Verarbeitbarkeit und die Materialeigenschaften dieser analysierte.
Der Sonderpreis wurde an Anna Reichel (TU Dresden) für ihre Forschung zur Ermüdungssicherheit von Verbunddübelleisten in Klothoidenform in Querrichtung vergeben. Es ist ein wichtiger Beitrag zur Erschließung der eher neuen Stahl-Stahlbetonbauweise.
Der Sonderpreis im Bereich Architektur ging an Luzie Dörfelt (TU Dresden), die in ihrer Arbeit eine konzeptionelle Umstrukturierung des Straßenraums der St. Petersburger Straße in Dresden erarbeitete und damit eine spannende Zukunftsvision erschuf.
Bereits seit 2004 wird die Auszeichnung vergeben, um ein starkes Zeichen für die Bedeutung der akademischen Nachwuchsgewinnung in der Bauwirtschaft zu setzen. Der Bauindustrieverband Ost e. V. (BIVO) vertritt die Interessen von 260 Bauunternehmen mit 20.000 Beschäftigten in den Ländern Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Absolventen und Absolventinnen der HTWK Leipzig wurden zum wiederholten Male mit dem Preis geehrt.

Bild Copyright: Marcus Hartelt

